Wenn Werbung an ihre Grenzen stößt

Snapshot 13

Man muss das Kind schon beim Namen nennen

Wer die Bekanntheit seines Unternehmens steigern möchte, sollte in aller erster Linie seinen Namen nennen. Die blumigsten Versprechen geraten andernfalls zum Rohrkrepierer. Dass hier die Austauschbarkeit von Werbebotschaften insgesamt in Frage gestellt werden darf, kommt erschwerend hinzu. (gesehen in Bielefeld am 13.10.2017)


Snapshot 12

Trittbrettfahrer des Ruhms

Der Zufall wollte es, dass der Geschäftsführer dieser Spedition den gleichlautenden Namen eines Promis trug. Er konnte wohl nicht der Versuchung widerstehen, sein gesamtes Unternehmen so zu nennen um in den Genuss eines kleinen Strahles dieser Popularität zu kommen. Wir finden das nur bedingt originell. (gesehen auf der A2 am 14.07.2017)


Snapshot 11

Grundlilienraster? Wenn schon denn schon

Wer ein sichtbares Grundlinienraster anwendet, sollte den Zeilenabstand konsequent darauf anwenden. So werden tiefer stehende Wörter nicht wieder gestrichen. Wenigstens versöhnen die Blumen ganz unten den Betrachter ein wenig. (gesehen in Bielefeld am 27.06.2017)

 


Snapshot 10

Suchmaschine on wheels

Glück (oder Pech), wenn man einen so bekannten Namensvetter hat. Wir haben recherchiert. Dieses Unternehmen ist sage und schreibe ein Jahr älter als die weltberühmte Suchmaschine aus Kalifornien. In solchen Fällen kann man nur hoffen, dass der Namensträger mit der größeren Strahlkraft ein gutes Licht auf den Namen und damit auf den kleineren, aber älteren Namensvetter wirft. Um noch einen drauf zu setzen hat diese Firma die Domain „gugel.it“. Wir schlagen einen frechen, frischen Claim vor: „Gugel – wir waren zuerst da!“ (gesehen in Bielefeld am 21.06.2017)


Snapshot 9

Tanzende Buchstaben

Hier hat der Koch wohl selbst in die Buchstabenkiste gegriffen und wollte seinen besonders scharfen Soßen gestalterischen Ausdruck verleihen. Es beginnt mit einer dynamischen Kursiven, die zur Mitte hin den Mut verliert und rechts schließlich stotternd die negativ gestürzte Kursive wieder gerade rückt. Wir sagen: Lasst es sein und fragt einen Experten. Es ist gar nicht so teuer! (gesehen in Hannover am 12.08.2016)


Snapshot 8

Geschichtsvergessen

Recherche ist alles! Bei der Wahl eines Logos oder Signets empfiehlt sich immer auch ein Blick in die Vergangenheit, nicht nur die allerjüngste. Manche Idee sollte sich somit schnell erledigt haben. (gesehen in Bielefeld am 03.08.2016)


Snapshot 7

Typografie-Alarm

Typografen werden von nicht wenigen für Pedanten gehalten. Dem schließen wir uns hin und wieder an. Es gibt allerdings Fälle von Aussetzern, bei denen sich jedem der genau hinsieht die Nackenhaare hochstellen. Zum Beispiel, wenn innerhalb eines Zweizeilers die teuer eingekaufte Unternehmensschrift in Helvetica wechselt, vermutlich weil der Schildermaler gerade nichts anderes verfügbar hatte. (gesehen in Wunstorf am 10.04.2016)


Snapshot 6

Logos von gestern

Mancher Unternehmensgründer griff kurz nach dem 2. Weltkrieg zur Feder und zeichnete das Firmenzeichen seiner frisch gegründeten Wirtschaftswunderunternehmung einfach selbst. Im letzten Willen wurde wohl verfügt, dass dieses Zeichen niemals geändert werden darf. So kommt es, dass auch heute noch das eine oder andere runenartige Symbol auf unseren Straßen spazieren fährt. (gesehen auf der A33 am 17.03.2015)


Snapshot 5

Zeichen müssen klar sein!

Die richtige Wahl der Zeichenelemente ist wichtig. Man fragt man sich allerdings zurecht: Sind Menschen die orthopädische Strümpfe und schwarze Socken tragen hier unerwünscht? (gesehen in Bielefeld am 27.08.2015)


Snapshot 4

Werbung und Überdruss

Werbebotschaften sollten den Empfänger nicht durch schiere Masse zu überzeugen versuchen. Vor allem dann nicht, wenn dieser bereits deutlich seinen Überdruss und damit seine ablehnende Haltung zur Schau stellt. Wo der Werbe-Empfänger sich vor dem heimischen Fernseher mittels der Fernbedienung zur Wehr setzt, muss er hier aufwendige Mülltrennung betreiben. (gesehen in Bielefeld am 18.08.2015)


Snapshot 3

Andere Länder, andere Syntax

Begriffe, die den Menschen zwischen Elbe und Oder Gänsehaut bereiten, scheinen an südlichen Gestaden eine Aufforderung zur Konsumlust darzustellen. Möglicherweise ist dies auch nur ein versteckter Hinweis auf die totale Überwachung der Mitarbeiter, oder ein Beschäftigungsprogramm für Ex-Agenten. In jedem Fall ein schönes Homonym. (gesehen auf Kreta am 08.10.2014)


Snapshot 2

Multiple Deutungsmöglichkeiten

Achtung Verwechlungsgefahr mit Erotikfaktor: Hat der Designer bei diesem Entwurf wirklich nur „Fördertechnik“ im Sinn gehabt? (20.07.2014)


Snapshot 1

Wenn der Unternehmens-Claim zur Falle wird

Achtung, große Versprechen. Hier hat jemand auf eine Werbebotschaft geantwortet. Designer (und somit auch deren Auftraggeber) müssen eben mit Kommentaren mehr oder weniger mündiger Passanten auf allzu vollmundige Versprechen rechnen. (11.07.2014)